L-Carnitin

L-Carnitin ist ein extrem wichtiges Molekül.

Es ist absolut essenziell für die Energiegewinnung aus den langkettigen Fettsäuren in den Mitochondrien: Während kurz- und mittelkettige Fettsäuren ohne Carnitin-Unterstützung in die mitochondriale Matrix transportiert werden, werden langkettige Fettsäure hingegen ausschließlich als Carnitinnester transportiert. Das geschieht mittels Translocase, welche ein Carnitinträger ist, bzw. als transmembranöses Protein in der inneren Mitochondrienmembran auftritt.1 Die Bedeutung von Carnitin zu diesem Zeitpunkt ist entscheidend, da gezeigt wurde, dass Störungen in diesem L-Carnitin-Transport-Prozess beispielweise in Herzzellen zu Myopathie und Herzerkrankungen führen können.2

L-Carnitin ist ein Aktivator nicht nur der Fettsäureoxidation, sondern, was gelegentlich übersehen wird, auch des Kohlenhydratstoffwechsels.3

Mehr als 90 % des gesamten Carnitin-Pools befinden sich in der Skelett- und Myokardmuskulatur, der Rest in der Leber, den Nieren und anderen Geweben.4

Der Tagesbedarf an L-Carnitin beträgt ca. 15 mg und wird dem Körper durch körpereigene Biosynthese und exogene Quellen zugeführt.5 Gerade bei Leistungssportlern oder Leistungssportlerinnen kann dieses Quantum bei Stress und körperlicher Anstrengung nicht ausreichen.3 L-Carnitin ist hauptsächlich in
Fleisch und Milchprodukten enthalten.
6

Hämodialysepatienten, genetische Störungen oder einige chronischen Krankheiten und in seltenen Fällen
auch Frühgeburten sind ebenfalls mit einer subnormalen L-Carnitin-Konzentration im menschlichen Blut verbunden.
7-9 Da Carnitin in pflanzlichen Proteinen fehlt, besteht auch bei strengen Vegetariern wahrscheinlich ein Mangel.10^

Carnitin kommt in den meisten, aber nicht allen Tierarten, mehreren Mikroorganismen und Pflanzen vor.
Es wird aus den Aminosäuren Lysin und Methionin synthetisiert. An seiner Synthese sind vier Enzyme beteiligt, von denen eines mitochondrial ist. Mehrere Gewebe (Leber, Niere, Skelettmuskel, Herz und Gehirn) exprimieren alle vier Enzyme, wobei drei Enzyme die maximale Aktivität in der Leber haben; daher
wird Carnitin hauptsächlich in der Leber synthetisiert.
11

Die Hauptquelle für L-Carnitin ist rotes Fleisch, insbesondere Lamm und Rind, während ein geringerer Carnitin-Gehalt in Fisch, Schweinefleisch und Geflügel sowie in Milchprodukten wie Vollmilch oder Hüttenkäse gefunden werden kann. Produkte pflanzlichen Ursprungs enthalten im Allgemeinen keine guten Carnitinquellen. In Obst und Gemüse kommt L-Carnitin nur in Spuren vor (oder gar nicht).
Nur Avocado und Spargel enthalten nennenswerte Mengen an Carnitin.
12

Für die in diesem Supplement erhaltenen 100mg L-Carnitin braucht man beispielsweise lediglich 100gr Rindersteak, jedoch 2,5kg Hühnchenbrust oder 2,5kg Cheddarkäse.

L-Carnitin wird aus der Nahrung zu 50% bis 85 % im Verdauungstrakt resorbiert.13 Interessanterweise wird Carnitin im menschlichen Körper nicht metabolisiert, sondern am Nierenglomerulus frei gefiltert und anschließend zu etwa 95 Prozent vom Nierentubulus resorbiert. Weniger als 2 % des vom System aufgenommenen L-Carnitins werden über Urin und Galle ausgeschieden.14

Ein wissenschaftlich belegter Nutzen von L-Carnitin scheint fallweise bei manchen Lebererkrankungen
vorhanden zu sein, wo es den Ammoniakspiegel, die Symptome der hepatischen Enzephalopathie und verschiedene Marker für eine schlechte Leberfunktion reduziert.
15

Bei Einnahme hoher Dosen wurde eine Verbesserung der Spermienqualität und der Menge16 festgestellt; und in einer kleinen Anzahl von Studien wurden Verbesserungen der männlichen Fruchtbarkeit
festgestellt.
17 Darüber hinaus sollte sich die Supplementierung mit dem L-Carnitin ebenfalls positiv auf Erektionsstörungen auswirken.18

Es scheint Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom zu helfen, indem es einige der Symptome reduziert,19 und eine Studie ergab eine Steigerung der Fruchtbarkeit bei der künstlichen
Befrüchtung.
20

Acetyl-L-Carnitin (und möglicherweise auch L-Carnitin) könnte Wirksamkeit bei Depressionen zeigen.21

Es scheint die Müdigkeit bei älteren Erwachsenen mit geringer Muskelausdauer zu reduzieren.22,23Seine
Auswirkungen auf Sportler während körperlicher Aktivität sind nicht besonders konsistent, obwohl die Forschung kleine Verbesserungen unterstützt. L-Carnitin kann Muskelschäden während des Widerstandstrainings begrenzen.
24

Es scheint positive Auswirkungen auf Blutdruck, Blutzucker, Insulinsensitivität, Lipidprofil, oxidativen Stress und Entzündungen25 zu haben. Insgesamt scheint seine Anwendung beim metabolischen Syndrom sinnvoll zu sein.9,26

Wenn es um die Gewichtsabnahme geht, zeigen einige Studien solide Ergebnisse27,28,die möglicherweise auf eine Reduzierung des Appetits zurückgeführt wird.29


Altern

Eine der typischen Merkmale des Alterns ist „Inflammaging“30,31 – eine chronische, sterile, geringgradige Entzündung, die zur Pathogenese altersbedingter Erkrankungen beiträgt. Es wurde herausgefunden, dass L-Carnitin chronische Entzündungen signifikant reduzieren kann und die Insulinresistenz verbessert.32

L-Carnitin hat Mechanismen, die dem Herzmuskel zugutekommen, insbesondere während des
Alterns. Deswegen sieht L-Carnitin als kardialer Anti-Aging-Wirkstoff vielversprechend aus.
33-35


Fettleibigkeit

Gewichtsreduktion scheint laut einigen Studien möglich zu sein27,28, was möglicherweise auf eine Reduzierung des Appetits zurückgeführt wird.29 Dieser Effekt sollte jedoch eher bei Menschen signifikanter erscheinen, die sich in einem Mangelzustand befinden, wie bei Veganismus und Vegetarismus sowie höherem Alter oder Zuständen mit einer Störung des Carnitin-Haushaltes.36

Auf zellulärer Ebene induziert die Supplementierung von L-Carnitin enzymatische Veränderungen, die die Wirksamkeit des Beta-Oxidationsweges (Fettverbrennung bzw. Verbrennung der Fettsäuren in Mitochondrien) in Kombination mit körperlicher Betätigung erhöhen.37

Eine hochwertige Metaanalyse (Auswertung von in dem Fall neun weiteren hochwertigen Studien – Evidenzgrad 1a)28 bestätigte jedoch, dass L-Carnitin zur Abnahme des Body-Mass-Index bzw. zur Gewichtsreduktion führte. Das Ausmaß des Gewichtsverlusts, der durch die Carnitin-Supplementierung resultierte, nahm im Laufe der Zeit signifikant ab. Eine andere, neue datierte Metaanalyse kam zum
selben Schluss, nämlich, dass sich eine L-Carnitin-Supplementierung positiv auf das Erreichen eines verbesserten Körpergewichts und BMI insbesondere bei übergewichtigen und adipösen Personen auswirken könnte.
27


Metabolisches Syndrom

Metabolisches Syndrom (MetS) stellt heutzutage eine der am Weitesten verbreiteten Erkrankungen dar, die seit 2001 mit einem eigenständigen Code im ICD (International Classification of Disease – Internationale
Klassifikation der Krankheiten) verzeichnet wurde, jedoch oft unterschätzt und/oder unterdiagnostiziert wird.
38

Es bezeichnet keine Erkrankung im engeren Sinne, sondern eine Sammlung von Zeichen, die dann zusammen einen Zustand bilden, bei dem viele fürs Leben gefährliche Erkrankungen beliebig entstehen können. Die Diagnose des MetS hat ein relatives Risiko von etwa dem 2-fachen für kardiovaskuläre Erkrankungen über 5 bis 10 Jahre und mindestens das 5-fache für Typ-2-Diabetes.39

Häufig ist das erste Symptom Bluthochdruck (oder deren Symptomatologie wie: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schlafstörungen, Müdigkeit/leichte Ermüdbarkeit, Kurzatmigkeit…), weswegen der Patient einen Arzt aufsucht. Sollte der Patient dazu noch erhöhte Trygliceriden in Kombination mit niedrigerem HDL (high density Lipoprotein), oder viszerale (abdominelle) Fettleibigkeit und/oder Bluthochzucker haben, wird die Diagnose eines MetS gestellt. Dabei ist es nicht notwendig alle fünf Charakteristika zu besitzen – es reichen mindestens drei davon.40

Genaue Kriterien sind40,41

1. Bluthochdruck mit den folgenden Werten: Systolischer Druck ≥ 130mmHg,
diastolischer Druck ≥
85mmHg
2. Taillenumfang bei Männer 94cm, 80cm bei Frauen 
3. Hochblutzucker 5.6 mmol/L oder 100 mg/dL

4. Hohe Triglyceride 1.7 mmol/L oder 150 mg/dL

5.Niedrige HDL-C (≤1.03 mmol/L oder 40 mg/dL)

In einer Metaanalyse (Auswertung von weiteren – in diesem Fall neun – hochwertigen Studien)9 L-Carnitin-Supplementierung korreliert mit einer signifikanten Reduktion von Taillenumfang und Bluthochdruck.
Eine erhöhte Dosis (0.7-3gr/Tag) wurde jedoch nötig, um die weiteren Biomarker zu verbessern, indem sie nämlich Blutzucker und Triglyceride reduziert und HDL erhöht.

Mehrere randomisierte klinische Studien (RCTs) haben die Wirkung einer L-Carnitin-Supplementierung
auf das Lipidprofil und die glykämische Kontrolle bei Erwachsenen mit kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht. Eine anschließende Metaanalyse konnte zeigen, dass eine Supplementierung mit L-Carnitin den Lipidprofilspiegel tatsächlich verbessern könnte.
42

Die Insulinsensitivität (eines der Hauptprobleme des Alterns) kann durch eine Carnitin-Supplementierung bei adipösen Personen und Personen mit eingeschränkter Glukosetoleranz, wie Prädiabetes und Personen mit metabolischem Syndrom, erhöht werden.43-45

 

Körperliche Leistungsfähigkeit und Skelettmuskulatur

Carnitin ist für die Bioenergetik der normalen Skelettmuskulatur für mindestens drei Reaktionen entscheidend. Erstens wird L-Carnitin für die Oxidation langkettiger Fettsäuren benötigt, was zur Energieproduktion führt; zweitens hilft es bei der Entfernung angesammelter Acylgruppen aus den Mitochondrien; und drittens spielt es eine wichtige Rolle bei der Entgiftung. Muskeln benötigen eine optimale Leistung dieser Stoffwechselprozesse während der Spitzenbelastung.3

Carnitin kann die Ansammlung von Milchsäure unterdrücken und verbessert hierbei die hochintensive Trainingsleistung (HIIT)3: Carnitin spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Acetyl-CoA/CoA-Verhältnisses in der Zelle; Während eines hochintensiven Trainings gibt es eine große Produktion von Acetyl-CoA, weswegen die Konzentration der Milchsäure steigt – Carnitin
reagiert mit Acetyl-CoA unter Bildung von Acetyl-Carnitin und CoA.

Dennoch sind sich die Wissenschaftler nicht ganz einig: eine Verbesserung der Muskelfunktion, Trainingsleistung und/oder Erholung mit L-Carnitin aus der Nahrung wurde in den meisten Fällen (305 Probanden in 14 Studien) beobachtet, während positive Effekte in mindestens 70 Fällen (von 7 Studien) nicht beobachtet wurden.3

Die Ausdauer sollte sich nach längerer Supplementierung mit L-Carnitin signifikant verbessern.46

Auch die Erholung nach dem Krafttraining (Resistenztraining), die sich durch den Marker für Muskelschäden (Purinstoffwechsel) und den Biomarker für oxidative Schäden (Malondialdehyd) auswerten, gestaltet sich schneller bzw. reduziert sich rascher als beim Placebo auf den Ausgangswert.47

Eine weitere Studie48 untersuchte Spitzenwerte und Mittelwerte der Sprintleistung Bezug nehmend auf den prozentualen Leistungsabfall, welcher pro Einsatz bestimmt wurde und in Bezug auf die standardisierten Körpermaße. Darüber hinaus wurden Herzfrequenz und Blut-Laktat (Auswertung der angesammelten Milchsäure) vor, während und nach den fünf Sprints gemessen. Schlussfolgerung: Eine kurzfristige orale Supplementation von L-Carnitin kann die Spitzenleistungsproduktion bei Männern, die ein Krafttraining
ausüben, deutlich steigern. Bonus wäre eine deutlich geringere Ansammlung der Laktate (Milchsäure).


Gehirnfunktion

Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine Supplementierung die Wirkungen des Nervensystems fördert. Da L-Carnitin (präziser Acetyl-L-Carnitin in dem Fall) die Fähigkeit hat, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und in den Gehirn-Blutkreislauf zu gelangen, hilft es als starkes Antioxidans bei der Vorbeugung des Gehirnzellenverfalls.49,50

Acetyl-L-Carnitin scheint eine nachgewiesene Fähigkeit zu besitzen; die mentale Energie und das Wohlbefinden zu steigern. Die Forschung zeigt, dass Acetyl-L-Carnitin das Gehirn mit Energie
versorgt, indem es den Energiestoffwechsel von Neuronen verbessert, die Freisetzung und Synthese von Acetylcholin gleichermaßen erleichtert und daher sowohl das Kurzzeit- als auch das Langzeitgedächtnis verbessert, bzw. es verlangsamt das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit.
50

Darüber hinaus verbessert sie die schmerzfreie Gehstrecke bei Claudicatio intermittens (das zeitweise Hinken bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit)51 und verbessert die Ansprechzeiten bei Patienten mit zerebrovaskulärer Insuffizienz deutlich.52

Da Acetyl-L-Carnitin sowohl die Dopamin als auch die Serotonin Fluktuationsrate53 beeinflusst und stabilisiert, könnte es theoretisch bei der Behandlung von Depressionen eine Rolle spielen.
Eine Übersichtsstudie zeigte, dass Acetyl-L-Carnitin eine potenziell wirksame und verträgliche nächste Behandlungsoption mit neuartigen Wirkmechanismen für Patienten mit Depressionen sein könnte, insbesondere für ältere Bevölkerungsgruppen und Patienten mit komorbiden Erkrankungen (zusammen mit einer Grunderkrankung gleichzeitig eine oder mehrere weitere Krankheiten), die anfällig für Nebenwirkungen von Antidepressiva sind.
54 L-Carnitin und Alpha-Liponsäure könnten laut einer weiteren Studie wohl eine neuroprotektive und möglicherweise kognitiv verbessernde Wirkungen bei neuropsychiatrischen Erkrankungen haben, insbesondere bei denen, wo kognitive Defizite bestehen.55

Aber auch bei jüngeren Menschen oder Kindern (6-13), insbesondere mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) scheint eine Supplementierung mit 100mg/Kg (max 4000mg) zur signifikanten Verringerung der ADHS-Symptome zwischen 20 und 65 % bei den Respondern einherzugehen; Nicht-Responder auf die Behandlung (1-2 von 13 Jungen) zeigten keinen Anstieg
des Plasma-Carnitins.
56

Klinische Studien mit Acetyl-l-Carnitin zeigen, dass es bei jüngeren Alzheimer-Patienten nicht nur gut verträglich ist, sondern auch wirksam sondern auch eine wirksame adjuvante Behandlung sein kann. Acetyl-l-Carnitin kann insbesondere Alzheimer-Patienten mit depressiven Störungen zugutekommen.57

Bei Labortieren hat sich gezeigt, dass die Supplementierung mit Acetyl-l-Carnitin die Lernmarker bei älteren Mäusen verbessert.58


Krebs

L-Carnitin wurde bei Menschen aktiv untersucht, um Kachexie (Muskelschwund) und mit Krebs verbundene Müdigkeit (Fatigue) zu bekämpfen. Eine Studie zur Nahrungsergänzung mit L-Carnitin zeigte Verbesserungen bei Müdigkeit, Stimmung und Schlaf.59,60

Carnitin ist nicht wirklich ein krebspräventives Mittel, wird jedoch auf seine Aufnahme in die Chemotherapie untersucht, um die Nebenwirkungen Kachexie und Appetitlosigkeit zu bekämpfen.61


Andere

Die Haare Carnitin hat in vitro gezeigt, dass es das Haarfollikelwachstum fördert, indem es gleichzeitig das Wachstum fördert und die Apoptose (Zelltod) abschwächt.62

Sexualität und Fortpflanzung
Eine Studie mit einer zusammengesetzten Formulierung mit L-Carnitin, die subfertilen Männern verabreicht wurde, hat Verbesserungen der Spermienparameter festgestellt.
63


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